Wahlprogramm der JUSO Winterthur
Wir kämpfen für eine Stadt, in der Menschen wichtiger sind als Profite, in der Wohnen bezahlbar bleibt, junge Menschen echte Perspektiven haben und niemand aufgrund von Herkunft, Geschlecht oder Sexualität ausgegrenzt wird. Eine Stadt, in der öffentliche Güter allen gehören und politische Entscheidungen transparent, gerecht und partizipativ getroffen werden.
Dieses Wahlprogramm zeigt, wie wir die Stadt Winti verändern wollen.
Lernende und junge Arbeiter*innen sind die Zukunft von Winti
Wir verdienen Perspektiven, keine Ausbeutung! Junge Menschen brauchen faire Arbeitsbedingungen, echte Mitsprache und gute Bildung statt Kürzungen und Sparpolitik.
Darum fordern wir:
- ein kostenloses ZVV Abo für alle Lernenden
- mehr öffentliche Investitionen in Kitas, Schulen und Hochschulen
- einen kostenlosen Sport- und Kulturpass für Jugendliche und Lernende, der den Zugang zu Vereinen, Sportanlagen und kulturellen Events ermöglicht
- eine offizielle Lernenden Vertretung mit echter Mitsprache in der Stadtpolitik
Wohnen ist ein Grundrecht und muss bezahlbar sein
Seit Jahren wird Wohnraum teurer. Dagegen setzen wir uns entschieden ein. Es kann nicht sein, dass sich immer mehr Menschen keine Wohnungen in Winterthur mehr leisten können. Es soll nicht der höchste Profit zählen, sondern der Bedarf.
Darum fordern wir:
- Sanktionierung von Leerständen, zum Beispiel durch Abgaben oder Zwangsvermietung
- Aufkauf von Wohnungen durch die Stadt, die zu Kostenmiete weitervermietet werden
- Förderung von alternativen Wohnformen
- Förderung klimaneutraler und gemeinnütziger Neubauten. Die Stadt soll nur noch ressourcenschonende und gemeinnützige Projekte zulassen statt spekulativer Betonklötze
Feminismus heisst Widerstand
Gleichberechtigung lässt sich nicht erbetteln, wir müssen sie uns nehmen, indem wir patriarchale Strukturen laut und entschlossen herausfordern. Patriarchat und Kapitalismus verstärken sich gegenseitig, und nur wenn wir beide Systeme gleichzeitig angehen, kann eine wirklich freie und solidarische Stadt entstehen.
Darum fordern wir:
- Bekämpfung patriarchalen Gewaltstrukturen durch massiven Ausbau von Schutzräumen
- Ökonomische Befreiung von FLINTA-Personen durch den Ausbau von Unterstützungsangeboten, Arbeitszeitverkürzung und Lohntransparenz
- Gender- und Diversity-Check bei allen Gemeindebeschlüssen, Bauprojekten und Budgetposten