Tag der Bildung – Reaktionen der Bürgerlichen

(von: http://swiss-lupe.blogspot.ch/2011/08/svp-kondome.html )

Das Komitee „Tag der Bildung“ hatte die Position eingenommen, dass man mittels des Tags der Bildung die Bürgerlichen in einen „Dialog“ bringen wollte, um sie mit Argumenten zu überzeugen. Man wollte nicht kämpfen, man wollte überzeugen. Zu diesem Zweck hatte man sogar die Kundgebung vom 13. Januar abgesagt, um nicht zu sehr zu eskalieren, und um die Argumente besser hörbar zu machen. Wir hatten von Anfang an gesagt, dass diese Position illusionär sei, weil die Bürgerlichen unsere Argumente kennen, und im Grunde nur eines wollen: In einem zerfallenden Kapitalismus die Profite des inländischen Kapitals auf dem Weltmarkt sichern. Das auch auf Kosten der Bildung.
Nun: Am Beispiel der FDP können wir sehen, wie gut die Taktik funktioniert hat. Trotz des Deeskalationskurses des offiziellen Komitees sagt sie: 
– dass die Lehrerinnen und Lehrer der Öffentlichkeit „Angst und Schrecken“ einjagen.
– sie nennt ALLE Aktionen zum Tag der Bildung „Panikmache auf Vorrat ohne konkreten Hintergrund“
– sie bezichtigt die Lehrerinnen und Lehrer der Unverfrorenheit und dass sie eine „Milchmädchenrechnung“ machten 
– sie redet von „Fehlinformation“ durch die Lehrerinnen und Lehrer
– sie fordert „Lehrerschaft der Mittelschulen auf, sofort mit der Instrumentalisierung der Schüler/innen aufzuhören“

Die SVP redet von „kollektivem Ungehorsam“, der durch die Lehrerinnen und Lehrer verursacht wurde und sagt wortwörtlich: „Jammern über „Sparen an der Bildung“ ist fehl am Platz“.

Die Bürgerlichen zu überzeugen, hat nicht einmal ansatzweise funktioniert. 

Man hat uns der Kampfrhetorik bezichtigt. Doch jetzt sehen wir, woher die eigentliche Kampfrhetorik kommt: Sie kommt von rechts. 
Und dass man uns nicht falsch versteht: Wir überzeugen gerne mit Argumenten. 
Aber gegen die bürgerlichen Betonköpfe ist das nun einmal nicht möglich. Sie können nicht anders, sie vertreten rational die Interessen ihrer Klasse, des Kapitals. Zugeständnisse werden sie erst dann machen, wenn sie ihre Verankerung in der Gesellschaft zu verlieren zu drohen – durch eine starke Bewegung.
Ihnen sind die Argumente längst ausgegangen, und sie setzen schon lange selbst auf Kampf.
Ihn nicht aufzunehmen, das wäre kindlich und naiv.

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